Werte, der innere Kompass Deines Lebens

Warum Freiheit, Abenteuer und Erfolg mein Leben antreiben und wie Du Deine eigenen Werte findest

Persönlichkeitsentwicklung NLP Grundlagen Psychologie

Der Kompass, den Du längst benutzt

Stell Dir vor, Du triffst jeden Tag hunderte Entscheidungen. Was Du isst, mit wem Du sprichst, welche Aufgabe Du zuerst anpackst, ob Du Ja sagst oder Nein. Die wenigsten davon triffst Du bewusst. Und doch folgen sie alle einem Muster, einem inneren Kompass, der leise im Hintergrund arbeitet. Und genau darum geht es in diesem Blogartikel. Am Ende wirst Du einen guten Überblick erhalten, wozu Werte wichtig sind und wie Du Deine persönlichen Werte finden kannst.

Werte sind das, was Dir wirklich, wirklich wichtig ist. Nicht das, was Dir wichtig sein sollte, nicht das, was Deine Eltern, Dein Chef oder die Gesellschaft für richtig halten. Sondern eben genau das, was Dich tatsächlich bewegt und antreibt.

Im NLP gehören Werte zu den sogenannten höheren logischen Ebenen, also zu den Ebenen, die alles darunterliegende prägen: Deine Fähigkeiten, Dein Verhalten, sogar dein Umfeld, das Du Dir suchst und in dem Du Dich tagtäglich umgibst.

Das Spannende daran: Die meisten Menschen können ihre Werte nicht benennen. Sie leben nach einem Kompass, den sie nie gesehen haben. Und wundern sich dann, warum sich manche Entscheidungen richtig anfühlen und andere sich anfühlen wie ein Verrat an sich selbst.

Genau dieses Gefühl, dieser innere Widerstand oder dieses innere Leuchten, ist der Kompass, der Dich durchs Leben führt.

In diesem Beitrag nehme ich Dich mit in meine eigene Wertewelt. Nicht, weil meine Werte auch Deine sein sollten, im Gegenteil: Finde Deine eigenen Werte!

Ich möchte, dass Du an einem konkreten Beispiel siehst und erkennst, wie Werte wirken können und vor allem, wie Du Deine eigenen finden kannst.

Wie ich meine Werte gefunden habe

Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich zum ersten Mal ernsthaft mit meinen eigenen Werten gearbeitet habe. Ich saß in einer Übung, die ich heute selbst unterrichte. Ich hab ein Buch gelesen und dort anhand eine Liste mit Werten priorisieren, was mir wichtiger ist. Gesundheit oder Liebe? Liebe oder Erfolg? Freiheit oder Erfolg? Ich sollte aufschreiben, was mir im Leben wirklich wichtig ist. Ich kam so auf eine ganz gute Übersicht meiner Werte. Aber so richtig gezündet hat es noch nicht.

Ich trug dann diese Werteliste mit mir rum. Wurde ich gefragt, was meine Werte sind, musste ich erst einmal überlegen. Dann hab ich die Liste fast emotionslos aufgezählt. Ohne einer Geschichte, ohne Beispiele, ohne mein Gegenüber zu inspirieren.

Irgendwann fragte mich einer meiner Trainer und Coaches etwas komplett anderes: „Wann warst Du zuletzt so richtig lebendig?" Ich sollte mich also nicht einfach nur auf die Suche nach ein paar generalisierten Wörtern suchen, sondern Geschichten aus meinem Leben erzählen.

Notizbuch mit der Frage „Wann warst Du zuletzt so richtig lebendig?"

Und plötzlich kamen ganz andere Bilder, Erlebnisse, Gefühle. Glitzern in meinen Augen, als ich ihm von mehreren Momenten erzählte. Momente, in denen ich unterwegs war, Neues ausprobierte, eben nicht wusste, wie es ausgeht. Momente, in denen ich selbst entschieden habe, wohin meine Reise geht. Momente, in denen etwas gelungen ist, das ich mir vorher kaum zugetraut hatte. Mein Studium auf 3 Kontinenten. Meine Expeditionen auf 7000er. Meine Zeit als Musiker. Meine Radreise, in der ich über 4000 Kilometer völlig allein unterwegs war.

Als wir diese Momente nebeneinanderlegten, analysierten und darüber diskutierten, standen da auf einmal drei Worte: Freiheit. Abenteuer. Erfolg.

Freiheit war immer schon der Anfang. Die Entscheidung, mein Leben selbst zu gestalten, nicht den vorgezeichneten Weg zu gehen, sondern meinen eigenen. Diese Freiheit hat mir Abenteuer ermöglicht, die ich sonst nie erlebt hätte: mein abenteuerlicher Weg in der Selbstständigkeit im Jahr 2016, Ausbildungen bei Menschen wie Tony Robbins und Dr. Richard Bandler, immer wieder der Schritt über die eigene Grenze hinaus. Und aus diesen Abenteuern sind Erfolge entstanden, die NLP Manufaktur, Seminare, Menschen, die ihren eigenen Durchbruch erleben. Auch meine erfolgreiche Pilotenausbildung ist ein Zeichen für diese Werte: Ich fühle mich absolut frei, wenn ich in der Luft bin. Abenteuerlich. Erfolgreich.

Das Verblüffende daran ist, dass diese Werte bei mir eben nicht nebeneinander oder hierarchisch übereinander stehen. Sie treiben sich gegenseitig an, bestärken sich. Je freier ich bin, desto größere Abenteuer kann ich erleben. Je mehr Abenteuer ich erlebe, desto erfolgreicher werde ich. Und je erfolgreicher ich bin, desto freier werde ich. Ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt und der erklärt, warum sich mein Leben genau dann richtig anfühlt, wenn alle drei in Bewegung sind.

Und natürlich das Beste ist der zentrale Kernwert, das was mir im Leben wirklich wirklich am wichtigsten ist. Dazu aber mehr.

Drei Werte, drei Sätze, ein Leben

Werte bleiben abstrakt, solange sie nur ein Wort sind. Lebendig werden sie durch die Sätze und Geschichten, die dahinterstehen. So klingen meine drei Werte, wenn ich sie in Sprache fasse.

Handgeschriebenes Blatt mit den drei Werten Freiheit, Abenteuer und Erfolg

Freiheit

Ich entscheide. Ich gestalte. Ich bin unabhängig. Freiheit heißt für mich, mein Leben nach meinen eigenen Maßstäben zu führen, beruflich wie privat. Sie ist der Ausgangspunkt von allem, denn nur wer frei ist, kann sich überhaupt auf den Weg machen.

Abenteuer

Ich entdecke. Ich erlebe. Ich gehe über meine Grenzen. Abenteuer bedeutet für mich, Neues zu wagen und Grenzen zu sprengen, ohne die Garantie, dass es klappt. Genau dort, wo es unbequem wird, beginnt das Wachstum.

Erfolg

Ich erschaffe. Ich wirke. Ich lebe meine Ziele. Erfolg heißt für mich: etwas aufbauen, das Bestand hat, und Menschen dabei begleiten, bewegt und inspirert, ihr eigenes Potenzial zu entfalten.

Wenn Werte einander antreiben

Als ich meine drei Werte einmal aufgemalt habe, wurde mir klar: Sie bilden kein Ranking, sondern einen Kreislauf. Und in der Mitte dieses Kreislaufs steht ein vierter, zentraler Wert, der alles zusammenhält.

Der Wertekreislauf: Freiheit führt zu Abenteuer, Abenteuer führt zu Erfolg, Erfolg führt zu Freiheit. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung

Meine ersönliche Weiterentwicklung ist mein Kernwert, der Motor in der Mitte. Stillstand ist Rückschritt, so einfach ist das. Ich entwickle mich jeden Tag, ich lerne Neues, ich wachse an meinen Erfahrungen. Wenn etwas nicht so läuft, wie es sein soll, dann hab ich etwas dabei gelernt. Wenn mir jemand zum dritten mal das gleiche erzählt, wird mir schnell langweilig.

Ohne diesem zentralen Wert würde der Kreislauf stillstehen: Freiheit ohne Wachstum wird Langweilig, die Komfortzone wird immer kleiner. Abenteuer ohne Lernen oder Intelligenz wird Nervenkitzel und schnell extrem gefährlich. Erfolg ohne Entwicklung wird Stillstand, ein Scheitern ist vorprogrammiert.

Erst die Weiterentwicklung macht aus meinen Werten ein System, das mich jeden Morgen antreibt und am Abend lange wach hält.

Vermutlich sieht Dein eigenes Bild ganz anders aus. Bei manchen Menschen stehen Verbundenheit, Sicherheit und Sinn im Zentrum, bei anderen Kreativität, Anerkennung oder Ruhe. Es gibt keine richtigen oder falschen Werte. Es gibt nur die Frage, ob Du Deine kennst und ob Dein Leben zu ihnen passt.

Woran Du merkst, wessen Kompass Du gerade benutzt

Der deutlichste Hinweis auf Deine Werte ist nicht ein Gedanke, sondern ein Gefühl. Ein Leben nach fremden Werten und ein Leben nach den eigenen fühlen sich grundverschieden an, auch wenn sie von außen fast gleich aussehen können.

Wegweiser mit den Richtungen „Fremder Kompass" und „Eigener Kompass"

Leben nach fremden Werten
  • Entscheidungen fühlen sich zäh und schwer an
  • Erfolge fühlen sich seltsam leer an
  • Ein ständiges „Ich sollte eigentlich" im Kopf
  • Energie versickert in Pflichten
  • Am Abend bleibt das Gefühl, sich selbst verpasst zu haben
Leben nach eigenen Werten
  • Entscheidungen fallen klar und schnell
  • Erfolge fühlen sich nach etwas an
  • Ein inneres „Ja, genau das" als Wegweiser
  • Energie entsteht wie von selbst
  • Am Abend bleibt das Gefühl, richtig gelebt zu haben

Fünf Schritte zu Deinen eigenen Werten

Werte findest Du nicht durch Nachdenken allein, sondern durch genaues Hinschauen auf Dein gelebtes Leben. Diese fünf Schritte führen Dich hin.

Notizbuch mit fünf handschriftlichen Schritten zu den eigenen Werten

1

Sammle Deine lebendigsten Momente

Frag Dich nicht, was Dir wichtig sein sollte, sondern: Wann warst Du zuletzt so richtig lebendig? Notiere fünf bis zehn Momente aus Deinem Leben, in denen Du ganz bei Dir warst, voller Energie, im Einklang mit Dir selbst.

2

Such das Muster dahinter

Schau Dir Deine Momente an wie ein Detektiv: Was haben sie gemeinsam? Ging es um Verbindung, um Gestalten, um Entdecken, um Wirkung? Verdichte die Gemeinsamkeiten zu einzelnen Begriffen. Das sind die Kandidaten für Deine Werte.

3

Übersetze jeden Wert in Sätze

Ein Wort wie „Freiheit" bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Schreib zu jedem Wert zwei, drei Ich-Sätze, die sagen, was er für Dich konkret heißt. Aus „Freiheit" wird dann zum Beispiel: „Ich entscheide. Ich gestalte. Ich bin unabhängig."

4

Prüfe die Beziehungen zwischen Deinen Werten

Leg Deine Werte nebeneinander und frag: Wie hängen sie zusammen? Treiben sie sich gegenseitig an wie in einem Kreislauf? Gibt es einen Kernwert in der Mitte, der alle anderen nährt? So entsteht aus einer Liste ein lebendiges System.

5

Gleiche Dein Leben mit Deinen Werten ab

Nimm Deinen Kalender und Dein Konto der letzten Monate und frag ehrlich: Wie viel davon zahlt auf meine Werte ein? Wo die Lücke groß ist, liegt Deine nächste Entscheidung. Werte zeigen ihre Kraft erst, wenn Du danach handelst.

Deine Werte arbeiten immer, ob Du sie kennst oder nicht. Die Frage ist nur, ob Du nach Deinem eigenen Kompass lebst oder nach einem fremden. Wer seine Werte kennt, trifft Entscheidungen schneller, lebt mit mehr Energie und erkennt sofort, welche Wege sich lohnen und welche nicht.

Häufige Fragen zu Werten

Was sind Werte überhaupt?

Werte sind die inneren Maßstäbe, nach denen wir bewerten, was wichtig, richtig und erstrebenswert ist. Sie wirken wie ein Kompass im Hintergrund: Sie steuern unsere Entscheidungen und unsere Motivation, meist ohne dass wir es merken.

Welche Rolle spielen Werte im NLP?

Im NLP gehören Werte zu den höheren logischen Ebenen. Sie prägen Fähigkeiten, Verhalten und sogar die Umgebung, die wir uns suchen. Wer an seinen Werten arbeitet, verändert damit automatisch viele Ebenen darunter mit.

Kann ich meine Werte verändern?

Ja. Werte sind gelernt und entwickeln sich mit unseren Erfahrungen weiter. Was sich verändern lässt, ist vor allem ihre Rangfolge und ihre Bedeutung. Oft geht es aber gar nicht ums Verändern, sondern erst einmal darum, die eigenen Werte überhaupt zu kennen.

Was, wenn meine Werte im Konflikt stehen?

Wertekonflikte sind normal, etwa zwischen Freiheit und Sicherheit. Entscheidend ist, den Konflikt bewusst zu machen, statt ihn im Hintergrund an Dir zerren zu lassen. Im NLP gibt es dafür eigene Formate, die beide Seiten würdigen und zusammenführen.

Wo kann ich lernen, mit Werten zu arbeiten?

In einer NLP Ausbildung, etwa zum NLP Practitioner, ist Wertearbeit ein zentrales Thema. Einen kostenlosen Einstieg bietet das NLP Starterkit der NLP Manufaktur, ein intensives Live-Erlebnis bietet das DURCHBRUCH! Powerevent.

Meine Werte haben mein Leben in Bewegung gebracht, schon lange bevor ich sie benennen konnte. Nachdem ich sie jetzt klar vor Augen habe, ist mein Leben klarer und hat einen eindeutigen Nordstern, nach dem ich noch bessere Entscheidungen ausrichten kann. Und das Gute: Es wird dadurch noch aufregender, da ich dank meiner Freiheit mehr Abenteuer eingehen kann, dadurch erfolgreicher und eben noch freier werde.

Finde Deinen eigenen Kompass

Wegweiser mit den Werten Freiheit, Abenteuer, Erfolg und Weiterentwicklung

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NLP Manufaktur in Traunstein im Chiemgau · Ausgebildete Trainer von Tony Robbins und Dr. Richard Bandler

Werte sind kein einmaliges Projekt, sondern ein Kompass, den Du immer wieder neu in die Hand nimmst. Schau in einem Jahr noch einmal auf Deine drei Sätze: Vielleicht haben sich die Worte geschärft, vielleicht hat sich ihre Reihenfolge verschoben. Genau das ist ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass Du unterwegs bist. Dein Kompass zeigt Dir die Richtung, gehen darfst Du den Weg selbst. Ich wünsche Dir dabei viel Freiheit, echte Abenteuer und Erfolge, die sich nach Dir anfühlen.

Alter Kompass auf einer Landkarte mit den Worten „Dein Leben. Deine Werte. Dein Weg."

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